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Die indonesische Regierung hat einen echten Meilenstein für den Tierschutz gesetzt: Mit einem landesweiten Appell soll dem Elefantenreiten endgültig ein Ende bereitet werden. Damit verabschiedet sich Indonesien von einer der umstrittensten Formen des Naturtourismus in der Region – und macht den Weg frei für tierfreundlichere Reiseerlebnisse.
Der Appell ist die direkte Folge einer staatlichen Richtlinie, die alle Natur- und Tourismuseinrichtungen dazu verpflichtet, Elefantenritte einzustellen und stattdessen auf ethischere Erlebnisse wie die reine Beobachtung der Tiere zu setzen. Viele Einrichtungen galten jahrelang als angebliche „Schutz- und Bildungszentren“, obwohl Elefanten dort geschlagen, isoliert, angekettet und gezwungen wurden, Tourist:innen zu tragen – auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens.
Die Entscheidung ist ein riesiger Erfolg für Elefanten in Gefangenschaft und das Ergebnis jahrelanger Kampagnen mehrerer Tierschutzorganisationen. Diese hatten immer wieder die gravierenden Schäden durch Elefantenritte offengelegt und weltweit dazu aufgerufen, der Ausbeutung wildlebender Tiere als Tourist:innenattraktion ein Ende zu setzen.
Ende 2025 erließ die indonesische Generaldirektion für Natürliche Ressourcen und Ökosystemschutz im Forstministerium schließlich eine Anordnung, die Elefantenritte offiziell und landesweit in allen Naturschutz- und Tourismuseinrichtungen verbietet.
Laut der Bali Natural Resources Conservation Agency, die die Umsetzung der neuen Regeln überwacht, müssen Einrichtungen, die sich nicht daran halten, mit dem Entzug ihrer Betriebsgenehmigung rechnen.
Auch der Mason Elephant Park auf Bali – einer der letzten Anbieter von Elefantenritten – hat diese Praxis nach offiziellen Verwarnungen vor wenigen Tagen eingestellt und stellt nun auf tierfreundlichere Tourismuskonzepte um.
Expert:innen und Wissenschaftler:innen im Bereich Tierschutz sind sich einig: Elefantenreiten ist schädlich. Häufig geht es mit schmerzhaften und extrem stressigen Trainingsmethoden einher, mit denen die Tiere dazu gezwungen werden, Reiter zu akzeptieren. Dabei werden ihre natürlichen Verhaltensweisen stark eingeschränkt – und nicht selten bleiben langfristige körperliche und seelische Schäden zurück.
Das Ende der Elefantenritte macht diese Praktiken überflüssig und gibt den Tieren die Chance, wieder mehr Zeit mit dem zu verbringen, was für sie ganz natürlich ist: soziales Miteinander, Grasen, Baden und freies Bewegen. Und auch für uns Menschen ist das ein Gewinn – denn Elefanten lassen sich so in ihrem echten, natürlichen Verhalten beobachten.
Suzanne Milthorpe, Leiterin der Kampagnenarbeit bei der World Animal Protection ANZ:
„Wir gratulieren der indonesischen Regierung zu diesem weltweit wegweisenden Schritt zum Schutz der Würde wildlebender Tiere. Das Ende der Elefantenritte in Indonesien sendet ein starkes Signal an die gesamte Tourismusbranche: Wir schlagen ein neues Kapitel der verantwortungsvollen Wildtierbeobachtung auf.
Dieser großartige Erfolg für die Elefanten ist das Ergebnis jahrelanger, unermüdlicher Lobby- und Aufklärungsarbeit vor Ort – unterstützt von mehr als 10.000 Unterschriften aus Indonesien, Australien und Neuseeland im Rahmen unserer Kampagne, die den Mason Elephant Park dazu aufgefordert hat, Elefantenritte endgültig einzustellen.“