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Tilias Reisebericht - Pura Vida als Papageienbotschafter

Ein Deal von , 17. Jun. 2016 16.30 Uhr

Was mich als Papageienbotschafer in Costa Rica im Ara Projekt erwarten würde, wusste ich nicht genau. Ich wusste nur, dass ich den Online-Wettbewerb gewonnen habe und mich riesig freue. Am 2. Mai war es dann so weit und ich stieg in den Flieger nach Costa Rica. Nach der Ankunft in San Jose habe ich mir ein Taxi in die Unterkunft für die erste Nacht genommen. Dort im Hostel angekommen, war ich erstmal froh, nach so einer langen Reise durchatmen zu können. In meinem Zimmer befanden sich noch 4 andere Mitreisende. Drei aus Mexico und einer aus den USA. Am nächsten Morgen ging es - nach dem Frühstück - erstmal zu der Bus-Station “El Faro”. Nächster Stop: Estrada. Erst ging es durch das etwas laute und turbulente San Jose über Strecken mitten im Nirgendwo, bis wir schließlich an der Westküste Costa Ricas an der Coast Line entlang fuhren. Kilometerweit Sandstrände, Palmen und ab und zu durch das Dschungel-Dickicht. 5 Stunden Fahrt, bis ich schließlich in Estrada angekommen bin und Sarah, die Frau des Projekt-Leiters Sam Williams, mich mit ihrem gelben Pick Up abholte. Der erste Eindruck war super. Mangobäume, Papaya, Surfer-Flair und vieles mehr. Nach 30 Minuten Fahrt sind wir dann in Punta Islita angekommen.

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Das Ara-Projekt befindet sich auf einem Grundstück neben dem Ort Islita, welches zur Hotel-Anlage “Punta Islita” gehört. Dabei befinden sich auf dem Grundstück sechs Zonen. Jede Zone beherbergt unterschiedliche Aras oder Maccaws. Volunteers schlafen entweder in einem der vier Hochbetten oder in kleinen “Cabins”, in welchen man ein Zelt aufstellen kann.

Der erste Tag war anstrengend. Ich hatte etwas Probleme, mich dem Klima und vor allem der Luftfeuchtigkeit anzupassen. Morgens um 5 Uhr aufgestanden, ging der Tag schon los. 12 Kilo Früchte und Gemüse mussten in kleine Würfel geschnitten werden, mit Samen und Vitaminen vermengt und ausgeteilt werden. Das kann bei 120 Vögeln schon eine Weile dauern. Wenn wir um ca. 8 Uhr fertig waren, hatten wir 20 Minuten Zeit, etwas zu essen, danach wurden in einer Teamsitzung die einzelnen Zonen in Hinsicht auf ihre Gesundheit, Verhalten und Brutverhalten besprochen.

Um 08:30 Uhr wurden dann Käfige geputzt. Ein Eimer, Seife und ein Besen und dann hieß es schrubben, schrubben und nochmals schrubben. Durchnässt und schmutzig ging es dann erstmal unter die Dusche. Einen netten Sonnenbrand gab es gleich mit oben drauf. Aber inmitten dieser farbenprächtigen Tiere zu arbeiten, zahlt die ganze Mühe aus. Es war eine tolle Atmosphäre, umgeben von etlichen Papageien und dem Dschungel.

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In der projekteigenen Küche habe ich oft gekocht, anfangs meistens Nudeln mit Soße. Doch nachdem ich mit der Zeit einige Leuten aus der ganzen Welt kennenlernte, konnte ich dann ein, zwei coole Rezepte für mich entdecken. Ich habe endlich gelernt, was man mit diesen “Kochbananen” oder auch “Plantanes“ alles machen kann.

Ich durfte in den ersten paar Tagen auch Bekanntschaft mit einer Familie von Waschbären machen, welche meiner Meinung nach wissen, wie man Türen öffnet. “Cuatis”, die Waschbären des Dschungels, wie ich finde. Was nämlich passiert ist: Ein Kilo Zucker, Brot, Haferflocken, Müsli, Spagetti und vieles mehr hat gefehlt. Folgt man dann der verdächtigen Haferflocken-Spur, kann man die dazugehörigen Tüten im Gebüsch wieder finden. Zugegeben, auch, wenn es ärgerlich ist, wenn man mitten in der Woche kein Essen mehr hat, war es schon lustig zusammen mit Tom, einem Biologen in meiner Unterkunft, Strategien zu entwickeln, wie wir die “Cuatis” bzw. Waschbären überlisten können. Nach einigen Wochen wurden wir zu Spezialisten und die Waschbär-Familie musste sich ihr Essen wo anders klauen.

Nachmittags um 14 Uhr ging es dann immer weiter mit Füttern. Danach mussten Zonen, die am Vormittag nicht geputzt wurden, gefegt werden. Ein normaler Tag endete dann üblicherweise zwischen 16 und 17 Uhr.

In den ersten beiden Wochen habe ich mir das Surfboard des Projekts geliehen und bin am Playa Islita - 15-20 Minuten zu Fuß - surfen gegangen. Die Beachbar am Strand leistet zu fairen Preisen und tollem Personal zusätzlich schnelles Wifi, großartiges Essen und mega gute Drinks. Ich habe dort einen netten Surflehrer kennengelernt, der mir kostenlos Surfstunden gab. Ich habe mich dann wackelig auf meinem Shortboard probiert und bin durch die Wellen geturmelt. Auch mein Handy hat die Erfahrung eines netten Badeausflugs am Playa Islita gemacht, weshalb ich nach der ersten Woche nicht mehr zu erreichen war.

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Neben Surfen konnte ich auch Ziplinen kennenlernen, was wirklich viel Spaß gemacht hat. In der letzen Woche war ich sogar in einem Tragschrauber in Samara unterwegs. Wir flogen über die Westküste von Costa Ricas hinweg. Schildkröten im Ozean, der Strand und das Meer von oben - einfach beeindruckend.

Abends ging die Sonne dann zwischen 18:00 Uhr und 18:30 Uhr unter. Wir haben uns dann oft alle im “Mittelraum” getroffen, Monopoly Action gespielt und zusammen gekocht. Viele College Studenten waren aber auch noch am Lernen oder Lesen und ich selbst musste nicht selten noch Schulaufgaben erledigen. An manchen Abenden hatten wir auch Besuch von “Army Ants” . “Armee-Ameisen“ haben keinen festen Wohnsitz, sondern ziehen als riesiger schwarzer Schwarm durch den Dschungel und nehmen mit, was sie finden können. Die Wände waren pechschwarz und meine Sachen bedeckt von Ameisen. Gefreut haben wir uns aber über unseren “kleinen” Besuch, denn die Soldaten verspeisen nicht nur gerne Essenreste, sondern besonders gerne Fliegen und Moskitos.

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Zu Beginn meiner Reise befand sich Costa Rica gegen Ende der Trockenzeit, was sich auch deutlich am Dschungel zeigte. Die Bäume waren teilweise noch ein bisschen braun und die Flüsse ausgetrocknet. Ab der zweiten Woche fing es dann an zu regnen. Wenn dann mal ein Schuh an einem vorbei schwimmt, wundert einen das auch nicht mehr. Wortwörtlich über Nacht war alles grün und binnen Tagen wucherte alles zu. Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell im Regenwald etwas wächst. Die Artenvielfalt ist unglaublich. Kolibris, Waschbären, Leguane, Skorpione, Glühwürmchen und vieles mehr. Morgens schreien die Brüllaffen und die Papageien durch den Dschungel. Das ist eine wahnsinnige Geräuschkulisse. Mittags schwirrt dann einfach ein Kolibri an dir vorbei und abends versinkt man in einem Meer aus tanzenden kleinen Lichtern.

Ich hab in meiner Zeit als Papageienbotschafter im Ara-Projekt viel gelernt und erfahren. Das Team und die Idee hinter dem Projekt sind großartig. Es war mir eine Freude, mit so tollen Leuten zusammen zu arbeiten. Ich habe viele tolle Momente mit nach Hause genommen und bin froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte! Costa Rica kann ich jedem nur empfehlen, das Land ist definitiv eine Reise wert – Pura Vida!

Tilia



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