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Mein Roadtrip durch die Südstaaten Teil 2: Florida, North Carolina, Outer Banks & Savannah

Ein Deal von , 1. Mai. 2017 16.29 Uhr

Was für ein Abenteuer! In Teil 1 habe ich schon über meine Reise durch Atlanta, Mississippi, Alabama und New Orleans berichtet. Aber bei einem könnt ihr euch sicher sein: In New Orleans war das Abenteuer noch lange nicht vorbei!

Südstaaten Roadtrip Teil 1 lesen

Teil 2

Florida

Nach drei zu kurzen Tagen in New Orleans machten wir uns auf, um die Küste entlang Richtung Osten zu fahren. Diesmal klappte das Fahren am Wasser ganz gut und ein unwiderstehliches Panorama auf die sandweißen Strände Florida bot sich uns. Auf dieser Strecke übernachteten wir ein paar mal in Motels entlang des Weges und badeten an verschiedenen Stränden. Den für uns schönsten Strand fanden wir im, zwischen malerischen Dünen gelegenen, Grayton Beach State Park. Das Wasser war wirklich traumhaft - in den umliegenden Flussarmen bietet sich die Möglichkeit, Kayak zu fahren und Taucher können über den Strand ein von Riesenschildkröten bewohntes Riff besuchen.

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Golden Isles

Auf dem Weg zu den Golden Isles machten wir für eine Übernachtung Zwischenhalt in Charleston. Die hübsche Südtstaatenstadt, nach der auch der gleichnamige Tanz benannt ist, ist mein kleiner Überraschungshit der Reise. Hier reihen sich die schönsten alten Herrenhäuser mit den hübschesten Innengärten aneinander. Vor der Küste liegt das berühmte Fort Sumter - Reliquium des Civil War. Neben der malerischen Uferpromenade mit Hängeschaukeln gibt es einige Restaurants mit Blick aufs Meer. In der Markthalle wird Kunsthandwerk angeboten. Hier hatten wir auch einen Einblick auf das neue Charleston fernab der Herrenhäuser: Junge Designer stellen ihre handgeschneiderten Klamotten oder selbstdesignten Schmuck aus. Eine Designern dort gab uns dann auch den Tip für die beste Bar der Stadt. Dort werden spätnachts neben Alkohol nämlich feine Patisserie-Kuchen und zahlreiche andere Desserts serviert. Genau das Richtige für uns!

Nach Charleston steuerten wir die sogenannten Golden Isles an, die aus einer Inselgruppe nahe der Küste besteht. Die meisten der Golden Isles sind sogar über eine Autobrücke erreichbar. Als erstes besuchten wir die bei Amerikanern beliebte Urlaubsinsel Jekyll Island. Die Insel wurde vor einiger Zeit ausschließlich von einem Millionärsclub (Mitglied war z.B. die Rockefeller Familie) besiedelt. Mittlerweile kann auf der schönen Insel eigentlich jeder Urlaub machen. Uns war es aber immer noch zu teuer, darum verbrachten wir die Osterfeiertage auf der weniger begehrten aber dafür preisgünstigeren Insel Amelia Island in Florida. Dort herrschte Badewetter und wir holten uns den nächsten Sonnenbrand.

Jekyll Island; links Baum mit herunterhängendem "Spanischen Moos"

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Wilmington

In der Kleinstadt Wilmington in North Carolina wohnten wir bei der Familie einer Erasmus-Freundin von mir. Selbst normale amerikanische Haushalte sind übrigens normalerweise voll klimatisiert. Wir genossen ein echtes amerikanisches Osterdinner mit Osterschinken und Kartoffelauflauf und besichtigten in den kommenden Tagen Wilmington, das ein wichtiger Standort für Filmdrehs ist. Hier wurden etwa Teile von "Iron Man 3" gedreht, aber auch u.a. die TV-Serien "Dawsons Creek" und "One Tree Hill" wurden vollständig in Wilmington aufgenommen. Mit ein bisschen Glück bekommt man auch einen Filmdreh mit. Als wir abends essen gingen, konnten wir z.B. direkt vor unserem Lokal Michelle Dockerey (Downton Abbey) bei Aufnahmen für Szenen ihrer neuen Serie „Good Behaviour“ beobachten.

Zweitbester Donutshop in den USA: Britts Donuts in Wilmington

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Outer Banks

Langsam war ein Ende unseres Roadtrips in Sicht und wir aßen, so viel wir konnten. Wir erreichten die Outer Banks an einem windigen Tag und bezogen unser Hotel am Cape Hatteras direkt am Meer: Nachts wackelten die Wände unter der Wucht des Atlantiks - ein einmaliges Erlebnis und meine Lieblingsunterkunft auf der ganzen Reise!

Wir besuchten die Lost Colony auf der Insel Roanoke. Roanoke ist für eine der gruseligsten Geschichten in der Historie Amerikas bekannt: Eine Gruppe von Engländern besiedelte im 16 Jh. die Insel. Einer der Siedler verließ die Kolonie eines Tages, um nach England zu fahren. Bei seiner Rückkehr war das gesamte Dorf vom Erdboden verschluckt; es war - mitsamt seiner Bewohner- spurlos verschwunden. Bis zum heutigen Tage ist das Schicksal der Kolonie ungeklärt. Mit diesem mysteriösen Stoff beschäftigt sich auch die neueste Staffel von „American Horror Story“.

Blick von unserem Motelzimmer in Hatteras

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Fischen wird im Süden groß geschrieben! (Die Autos sind sowieso groß.)

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Nach einer zweistündigen Fährfahrt erreichten wir das Festland und steuerten das letzte Ziel unseres Roadtrips an: Savannah.

Savannah

Savannah ist eine Perle der Südstaaten und wurde mir von einem Piraten-Kollegen als Reiseziel ans Herz gelegt. Die Stadt ähnelt in Teilen Charleston - nur ist Savannah um einiges größer. Hier gibt es einen Hafen, von dem aus man Flusskreuzfahrten machen kann und entlang des Flusses gibt es auch eine Amüsiermeile an der man herrlich flanieren kann. Die tatsächliche Stadt liegt eine Ebene höher und besticht mit vielen Shops und Restaurants. Einer der zahlreichen Parks dürfte wiederum allen Filmfans sehr bekannt vorkommen: Am Chippewa Square saß nämlich einst Tom Hanks in seiner Rolle als Forrest Gump mit einer Schachtel Pralinen und erzählte uns von seinem Leben. Auch hier werden zahlreiche Walking-Touren angeboten und am City Market gibts Unterhaltung, Musik und Kunst-Ausstellungen. In der Vorstadt sahen wir wieder zahlreiche der alten Herrenhäuser, für die die Südstaaten so bekannt sind. Das Stadtbild ist außerdem von vielen Grünflächen und dem von den Bäumen hängenden „spanischen Moos“ geprägt. Auch am Strand ist man gleich: Tybee Island ist keine 45 Minuten entfernt!

Bei Byrd's Famous Cookies in Savannah kann man sich einmal durchs Sortiment probieren.

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Hinterhof des Restaurants Elizabeth on 37th in Savannah

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Tybee Island

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An unserem letzten Abend aßen wir dann endlich DIE Südstaaten-Spezialität schlechthin: Shrimps and Grits, was nichts anderes als Grießbrei mit Scampi ist. Zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig!

Und so endete unser Abenteuer - mit vielen bereichernden Erfahrungen und 5 kg mehr auf den Rippen!

Meine Tipps für die Südstaaten

  • Vergesst eure Jogginghose nicht, wenn ihr in die Südstaaten fahrt. Hier werden sogar die gekochten Kartoffeln noch mal frittiert!
  • Für Georgia braucht ihr offiziell einen internationalen Führerschein - wir haben uns diesen vorab besorgt, mussten ihn aber eigentlich nie vorzeigen.
  • Die Amerikaner fahren Automatikautos und diese dann auch meistens noch mit Tempomat. Das führt zu einem ziemlich gewöhnungsbedürftigen Fahrverhalten auf den Autobahnen. Bei dieser undynamischen Fahrweise werdet ihr auch in keine Lücke gelassen. Außerdem werdet ihr hier auf der Autobahn auch von rechts überholt! Erhöhte Aufmerksamkeit beim Autofahren ist also geboten!
  • In den meisten Staaten dürft ihr bei roten Ampeln rechts abbiegen.
  • Bucht euch bei einem Roadtrip vorab nicht viel mehr als das erste Hotel und die Hotels in begehrten Städten. Wir haben flexibel an Autobahnmotels übernachtet. Wenn euch Luxus nicht wichtig ist, ist das die beste Lösung, denn ihr seid nicht festgelegt, wieviel Strecke ihr an diesem Tag schaffen müsst. Diese Motels haben fast immer Kapazitäten und sind, um nur 8 Stunden darin zu schlafen, gut genug - mehr aber auch nicht. Ich habe hier mit der Kette Days Inn die besten Erfahrungen gemacht.
  • Die Südstaaten-Bewohner sind extrem freundlich! Scheut euch nicht, die Leute vor Ort nach Tipps für die Gegend zu fragen. Und wundert euch nicht, wenn ihr regelmäßig von Fremden angesprochen und gefragt werdet, wie es euch geht. Die Südstaaten-Freundlichkeit ist nämlich der Gegenpol zum Wiener Grant!

Aktuelle Angebote für Flüge in die USA findet ihr hier.

Und hier noch ein bisschen Essen:

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Süßkartoffel Creme Brulee

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