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Lost Places in Österreich, von vergessenen Luxus-Hotels, Villen und Heilanstalten

Ein Deal von , 14. Jun. 2017 7.57 Uhr

Lost Places sind vergessene Orte, die ohne ersichtlichen Grund sich selbst überlassen wurden. Seien es U-Bahn-Stationen, für die es plötzlich keinen Bedarf mehr gab, Lungenkliniken, denen die Patienten ausgingen oder wie so oft: Insolvenzverfahren oder Finanzierungsschwierigkeiten. Urban Explorer haben diese Orte zu ihrem Hobby gemacht. Das Suchen & Finden verleiht ihnen den nötigen Adrenalinkick. Das Urban Exploring ist schon längst in Österreich angekommen, Lost Places gibt es hier zu genüge: Villen, Bunker, Flaktürme, Seilbahnstationen, Fabrikhallen, Werkstätten, Hotels, Turnhallen, Kinderheime, Gefängnisse, Büro-Hochhäuser, Mienen, ...

Wir zeigen euch einige Highlights aus Österreich. Beim Urban Exploring wird die genaue Lage nie verraten, diese Beispiele sind jedoch allseits bekannt. Beachtet bitte die Wichtigen Hinweise weiter unten.

In diesem Sinne:

"Take nothing but photos, leave nothing but footprints"

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Wichtige Hinweise für den Besuch von Lost Places

Rechtliche Frage: Obwohl Lost Places verlassen wurden, sind sie rein rechtlich immer noch im Besitz einer Privatperson, einer Behörde oder einer Immobilienfirma. Ein unerlaubter Besuch kann als Hausfriedensbruch bewertet werden. Wir empfehlen vorab unbedingt eine Genehmigung durch den Eigentümer.

Sicherheit: Viele Gebäude rotten seit Jahrzehnten vor sich hin, ohne Renovierungsarbeiten kann eine Treppe oder Decke schon morsch sein. Einsturzgefahr! Viele Lost Places können auch im Zuge von Führungen besucht werden.

Verhalten vor Ort: Man schaut mit den Augen, dementsprechend sollte alles belassen werden wie es ist. Keine Graffitis, kein Vandalismus und keine "Mitbringsel" mit nach Hause nehmen. Ganz nach dem Motto "Take nothing but photos, leave nothing but footprints".

Aktuelle Lage: Oft kann es sehr schnell gehen und Gebäude werden restauriert, abgerissen, verriegelt oder neuerdings bewacht. Informiert euch vorab im Internet über die aktuelle Lage vor Ort.

Passende Ausrüstung: Nehmt trittsichere Schuhe mit, eine Taschenlampe, eine gute Kamera und eventuell einen Helm, dann kann es losgehen!



Grandhotel Straubinger in Bad Gastein, Salzburg

Das Grandhotel Straubinger hatte etliche Glanzjahre hinter sich, bis es von einer großen Immobilienfirma aus Wien aufgekauft wurde. Fehlinvestition ja oder nein, die Immobilie wurde offensichtlich ganz einfach sich selbst überlassen. Die goldenen Jahre von Bad Gastein sind vorbei. Haben hier im vergangenen Jahrhundert schillernde Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft prunkvoll Urlaub gemacht, sind die Räumlichkeiten nun dem Verfall überlassen. Hunderte Hotelzimmer, prunkvolle Säle, Restaurants und ein Wellnessbereich, teilweise noch voll ausgestattet, rotten die Räumlichkeiten nun vor sich hin.


Hallenbad in Laßnitzhöhe, Steiermark

Das Wasser im Hallenbad war schon fast eingelassen, als dem Finanzier das Geld für die Inneneinrichtung ausging. Seit den 70er Jahren steht das geplante Wellnesszentrum samt Ärztehaus leer und wurde mittlerweile wieder von der Natur übernommen.


Das Sanatorium Wienerwald in Feichtenbach, Niederösterreich

Das ehemalige Lungensanatorium Wienerwald, etwa 1 Autostunde von Wien entfernt, eröffnete 1904 seine Tore für Patienten. Persönlichkeiten wie Franz Kafka ließen sich hier behandeln. Im 1. Weltkrieg fungierte es kurzeitig als Lazarett, bis es Ende der 1930er von der SS in Beschlag genommen wurde. Von nun an diente das Sanatorium als Mütterheim mit dem Ziel, die Geburtenrate "arischer" Kinder zu erhöhen (Lebensborn e.V.). Zahlreiche Versuche das Sanatorium nach dem Krieg wieder zu beleben scheiterten kläglich, seit 2002 steht es nun schon leer.


Schutzhaus Semmering, Niederösterreich

Dass hier noch vor ein paar Jahren Gäste ein und aus gingen, das kann man sich beim Anblick des mittlerweile verwahrlosten Schutzhauses in Semmering in Niederösterreich an der Grenze zu der Steiermark kaum noch vorstellen.



Lungenheilstätte in Hirschenstein, Burgenland

1955 wurde die Lungenheilstätte in Hirschenstein eröffnet, seit 2012 steht sie nun schon leer – es gibt keinen Bedarf mehr. Nun fristet das "Geisterhaus" ein kümmerliches Dasein.


Hotel Alpenhof in Pertisau, Tirol

Nahe dem Achensee wurde das Hotel Alpenhof im Jahre 1929 nach den Plänen des Tiroler Architekten Siegfried Mazagg errichtet. Seitdem es in den 60er-Jahren den Betrieb eingestellt hat, steht es still.


Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest dich auf die Suche nach weiteren Lost Places machen?

Unterkünfte findest du hier!

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