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Die Inselgeheimnisse Griechenlands – Kleinode abseits des Massentourismus

Ein Deal von , 22. Jun. 2015 9.03 Uhr


Die Inselgeheimnisse Griechenlands – Kleinode abseits des Massentourismus

Griechenlandreisende werden gern in zwei Kategorien unterteilt. Das eine sind diejenigen, die das griechische Festland besuchen. Oft Kulturliebhaber, die antike Städte sehen wollen und tief in die Geschichte des Landes eintauchen möchten. Aber natürlich bietet auch das Festland eine Vielzahl schöner Strände und Buchten, die einen ruhigen und erholsamen Strandurlaub ermöglichen. Nicht zu vergessen die Großstädte wie Athen, die jedes Jahr aufs neue, Hunderttausende von Touristen anziehen.

Und dann gibt es noch die Inselreisenden. Manche kommen, um in einem Urlaub so viele Inseln wie möglich zu sehen. Inselhopping nennt man diese Art des Reisens. Am Ende des Urlaubs nehmen sie die Eindrücke von fünf, sechs oder mehr Inseln mit nach Hause und können nur bestätigen, dass jede griechische Insel irgendwie anders ist. Jede dieser Inseln hat etwas anderes zu bieten. Bedenkt man aber, dass gerade einmal 15 bis 20 Inseln wirklich vom Massentourismus besucht werden, und erinnert sich daran, dass es weit über 200 griechische Inseln im Mittelmeer gibt, kann man schnell auf die Idee kommen, die Wege des Massentourismus einmal zu verlassen, um etwas Neues, echt urtypisch Griechisches zu erleben.

An dieser Stelle wollen wir euch einmal ein paar Möglichkeiten, solche Inseln zu erkunden, vorstellen.

Inhalt



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Die Inseln der Tagesausflügler

Kos, Rhodos oder Korfu kennt jeder. Zumindest hat jeder schon einmal von diesen Inseln gehört. Wer einmal auf einer dieser griechischen Inseln war, wird sowohl im Hotel als auch am Strand und in der Stadt im Hafen mit den verschiedensten Angeboten zu Tagesausflügen konfrontiert worden sein. Denn viele Touristen nutzen diese Haupturlaubsziele, um von hier aus Tagesausflüge zu den wesentlich kleineren Inseln der Umgebung zu machen. Dabei ist vielen gar nicht bewusst, dass man einen Insel Urlaub auch auf diesen Inseln verbringen kann, und das dann in der Regel sehr viel ruhiger und gelassener als in dem Trubel der Touristenhochburgen. Hier einige Beispiele dafür:


Die Vulkaninsel Nisyros

Eine der interessantesten Inseln in Griechenland ist die Vulkaninsel Nysiros wird von Tagesausflüglern in der Regel von der Insel Kos aus angefahren. Sie kommen in den Hafen, steigen dort in Busse, die sie zum Vulkan bringen, wo man durch die Krater des aktiven Vulkans spazieren und dieses Naturwunder bestaunen kann. Der Vulkan ist zwar nach wie vor aktiv, aber seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr ausgebrochen. Nach der Besichtigung der Krater führt der Weg die Touristen in ein kleines Kloster und anschließend nach einem Mittagessen in einem griechischen Restaurant wieder zurück nach Kos.

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Dabei hat diese Insel wesentlich mehr zu bieten, als nur diese beiden Sehenswürdigkeiten, durch die man als Tagestourist in wenigen Stunden hetzen muss. Wunderschöne kleine Badebuchten, romantische Strände und eine abendliche Stimmung in dem kleinen Hafenstädtchen, wie man sie in Touristenhochburgen nie erleben wird, machen einen Urlaub auf Nysiros zu etwas ganz besonderem. Natürlich findet man hier weder All-Inklusive-Anlagen noch große Bettenburgen oder Animationsteams. Aber auf Nisyros gibt es eine ganze Reihe kleiner Pensionen im Privatbesitz, in denen der Gastgeber selbst noch im Haus wohnt. Urlaub mit Familienanschluss quasi. Wer gern etwas mehr für sich ist, kann den Urlaub in einem der Ferienhäuser genießen, die es auf der Insel gibt.


Symi – die Insel mit den drei besonderen Tageszeiten

Wer seinen Insel Urlaub auf der griechischen Insel Symi verbringen möchte, wird schnell feststellen, dass die Einheimischen hier im Sommer in drei ganz besonderen Tageszeiten rechnen. Das hat vor allem mit der nahe gelegenen Insel Rhodos zu tun. Denn von Rhodos kommen täglich die Ausflugsboote, auf denen die Touristen in Scharen zu der Insel der vielen Klöster und Kirchen gebracht werden, um sich das Kloster Panormitis anzuschauen. Die Insel selbst profitiert natürlich von diesem Touristenandrang, denn die viele freie Zeit, welche die Tagesbesucher nach der Besichtigung des Klosters haben, verbringen sie in den Tavernen, Restaurants und Souvenirläden im Hafen.

Und daher stammen auch die drei Tageszeiten der Einheimischen. Hier gibt es die Zeit vor den Tagesausflüglern, die Zeit mit den Tagesausflüglern und die Zeit nach den Tagesausflüglern. In der Zeit vor Ankunft der Ausflugsboote lebt das kleine Hafenstädtchen langsam auf, kann man das ganz normale griechische Leben bewundern und ein Stück weit in diese idyllische Atmosphäre eintauchen. Oder man nutzt diese Zeit zu einem Ausflug die zerklüftete Küstenlandschaft hinauf. Hier bieten sich wunderbare Ausblicke und eine Ruhe, wie man sie selten auf einer bewohnten Insel finden wird. Das liegt daran, dass die meisten der rund 2.500 Bewohner der Insel in Symi-Stadt leben, einem Hafenstädtchen das einst von der Schwammtaucherei und der Fischerei lebte. Als die Schwammtaucher gingen, kamen die Touristen. Und während diese sich noch heute Schwämme in Souvenirläden verkaufen lassen, die längst von anderen Inseln eingekauft werden, hat die Insel selbst einen gesunden Wohlstand erlangt.

Und wie auf Nysiros findet man auch auf Symni viel mehr als nur das, was man während eines Tagesausfluges sehen kann. Die Insel hat insgesamt 364 Klöster und Kirchen, kaum eine Bucht über der nicht ein Gotteshaus thront. Hier findet man kulturelle Kleinode, wie man sie in anderen Teilen der Welt nie zu Gesicht bekommen würde. Dazu bietet Symni eine Vielzahl kleiner, romantischer, teilweise gut versteckter Badebuchten, die man zum Teil nur findet, wenn man von Einheimischen darauf hingewiesen wird. Dabei ist es die Gastfreundschaft der Menschen und das Flair einer griechischen Kleinstadt, die des Abends ohne Touristenlärm und echt Griechisch daherkommt, die in der Zeit nach den Tagesausflüglern den besonderen Charme dieser Insel ausmacht.


Geheimtipp für Urlauber, die den Massen entkommen möchten

Es gibt noch viele weitere Inseln, die man ansteuern kann, wenn man als Urlauber dem Massentourismus entkommen möchte. Eine der Schönsten unter den südlichen Sporaden ist die Insel Alonissos, nahe der bekannten und von Promis gern besuchten Insel Skiathos. Auf Alonissos findet man nicht den typischen griechischen Hafen mit kleinen weißen Häusern, deren Strahlen im Licht der Sonne man schon aus der Ferne sieht. Das liegt daran, dass die alten Häuser hier durch ein Erdbeben im Jahre 1966 nahezu vollständig zerstört wurden. Aus diesem Grund sind die Bauten auf Alonissos größten Teils modernerer Bauart. Das tut aber der Atmosphäre keinen Abbruch, denn sobald man eine der kleinen Tavernen in der Hafenstadt Patitiri, die Hauptanlaufstelle der Menschen auf Alonissos ist, besucht, wird man schnell von der griechischen Gastfreundschaft und dem Leben hier im Süden Europas in deren Bann gezogen.

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Die Insel selbst hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Backpacker entwickelt, allerdings wird sie nach wie vor eher sporadisch besucht. Die Strände auf Alonissos sind zumeist steinig und selten mit etwas Sand versetzt. Das führt allerdings dazu, dass Meer hier so klar ist, wie kaum vor einer anderen Insel in der Umgebung. Und während man am Abend den Tag und die Erlebnisse, die man bei der Erkundung der Insel hatte, Revuepassieren lässt, kann man im Hafen unter Sternen sitzend griechische Musik und ein gutes griechisches Essen genießen. Wenn es eine Insel gibt, von der man erholt aus dem Urlaub zurückkehrt, dann ist das Alonissos.

Unter dem Strich kann man sagen, dass die Inseln in Griechenland alle eines gemeinsam haben, sie sind ganz und gar individuell. Wer Griechenland auf seine urtümlichste und echteste Art und Weise erleben möchte, der sollte sich unter den weniger bekannten Inseln der Ägäis umschauen. Denn hier findet man Griechenland in seiner noch relativ unberührten Form.

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